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Blues im Bistro
Video: Session Mrz
Don't Wanna Go Home Boogie
Video: 4-hand-boogie

Mitschnitte der

Session 2013

Monat Opener Video Audio hochgeladen
Januar Stefan Neetenbeek Band nein ja
Januar Session nein ja
Februar Detroit Rocks ja ja
Februar Session (Open Blues Band) nein ja
Maerz Blue Sun Band nein ja
April Herr Markus und die Veteranen nein ja
Mai Cheap Tequila nein ja
Mai Session nein ja
Juni Graf Yoster nein nein
Juli Die Vier vom Revier nein ja
August Open Blues Band Youtube nein
  Session nein ja
September Red Dog nein ja
  Session nein ja
Oktober Big Walter & the Neighborhood ja nein
November Toby Sauter & Heartbreak Hotel ja nein
Dezember DIRX 2.0 nein ja
Bluesnight 8. MUDDY WATER BLUES NIGHT ja (Youtube SaaraBande) ja
       
       
       

So war's im Dezember

DIRX im Bistro Katt
Foto: Peter Bucher

DIRX 2.0

Nach sechs Jahren Bühnenabstinenz und einer gemeinsamen Probe zeigten sich DIRX mit Neuzugang Stephan Neetenbeek an der Gitarre spielfreudig und überraschten das Publikum mit ungewöhnlichen Arrangements eigener Stücke und Interpretationen von Bluesgrößen wie Ray Charles, Albert Collins und sogar den Beatles. Leider war der Sound nicht immer optimal, weil Michael und Tim als Musiker das Mischpult nicht gleichzeitig bedienen konnten. Alex Triebnig am Bass harmonierte mit dem eigens aus Sachsen angereisten Tim Dierks präzise und druckvoll wie eh und je, der 140 Jahre alte - frisch gestimmte - Bechstein Flügel im Bistro kommt nicht mal ins Schwitzen - schließlich hatte er schon Franz Liszt gedient, da konnten ihn auch die Blues- und Boogielicks von Michael nicht 'verstimmen'. Annes professionelle Interpretationen von 'Georgia' und 'A Taste of Honey' sowie ihr eigenes Stück 'War Lullaby' gingen unter die Haut. Das zahlreiche Publikum war zufrieden, der Hut wurde gut gefüllt- und eine Remscheider Familie in Not kann sich auf ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk freuen, denn für sie wurde gesammelt.

Die Session entwickelte sich langsam, aber gewaltig mit Wolfgang an der Gitarre, Michael Krautstein am Schlagzeug und Knut Reiter bzw. später Udo Marx am Bass. Ein gelungener Sessionabend, der von DIRX noch mit dem 'Mudy Water Blues' von Paul Rogers beendet wurde.

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So war's im November

  Toby Sauter & Heartbreak Hotel

"Wie haste denn die Truppe zusammen hierhin gekriegt?" Endlich war es mal gelungen, Session-Kollegen Udo Marx aus Essen etwas zu bieten, das er in seiner GREND-Session noch nicht hatte. Die Antwort gaben die Opener am nächsten Tag selbst: "Wir hatten alle unseren Spaß. Es macht einfach immer wieder Riesenspaß bei dir zu spielen."

Und wir hatten nicht zuviel versprochen: das Bistro war voll und Band und Publikum zeigten sich von ihrer besten Seite. Vier Zugaben und das Versprechen, 2014 mit einem Komplettkonzert wiederzukommen beendeten die ersten fast 90 Minuten der vorletzten Blues-Session im Bistro. Die sechs Jungs hatten ihren Spaß. Humorvoll, mit glänzendem musikalischen Verständnis, locker und niemals peinlich brachten sie Elvis ins Bistro - 'The King' wäre neidisch gewesen. Artistische Einlagen von Bastian Korn beim Flitzefinger-Boogie mit einem Bein auf dem Stuhl, dem anderen auf dem Piano, grandiose Saxofon-Soli von David Zernack und die lässigen Gitarrensoli von HB Hövelmann spornten Toby Sauter zu immer neuen Kommunikationsvarianten mit dem Publikum und seinen Mitmusikern an. Ein paar Videosequenzen haben wir mitschneiden können - das muss man einfach erlebt haben.

Leider kann die Truppe nicht an der Blues Night teilnehmen - sie sind am selben Abend für ein Benefiz-Konzert für das soziale Hilfswerk Lichtblicke engagiert und helfen damit vielen, für die Blues nicht Musik sondern ihre Lebenssituation beschreibt.

Die anschließende Session begann mit einer Soloeinlage eines Elvis-Fans, der gekonnt "I can't stop loving you" zum Erstaunen der Zuhörenden ohne Begleitung zu singen. Die anschließende Session wurde von

  • Udo Marx, Knut Reiter (bass)
  • Stephan Neetenbeek, Markus Schnurpfeil, Eduard (Gitarre)
  • Michael Krautstein, Mike Kozack (Schlagzeug)
  • Matthias Kuhlgatz, Walter Schubert, Michael Dierks (Tasten)

bestritten. Danke an alle Beteiligten und das Publikum für diesen schönen Abend!

So war's im Oktober

Big Walter and the Neighborhood

Sie kamen zwar nicht aus der 'Neighborhood' (wobei man sich zu später Stunde nochmal über die englische *ou* oder die amerikanische Schreibweise auseinandersetzte), sondern aus Siegen, Koblenz, der Eifel und anderen umliegenden Dörfern, aber was sie mitbrachten, war als 'Bluesrevue' nicht zuviel versprochen. Statt viel zu schreiben, schaut's Euch an:

Big Walter im Bistro

Sie waren 2007 im Gründungsjahr der Wermelskirchener Session schon bei uns, hatten sich zwischenzeitlich aufgelöst und nun wieder zusammen gefunden. Das Programm 2013 war weitgehend identisch mit dem damaligen, aber das Zusammenspiel, der Groove und die brillanten harmonischen Soli brachten das Publikum in Stimmung.

Guido "Big Walter" Molzberger erstaunte mit seiner links gespielten Rechtshänder Gitarre, aber mehr noch mit seinen souveränen Bluesinterpretationen, an denen sein offensichtliches Vorbild B.B. King seine helle Freude gehanbt hätte. "I let you live in a penthouse, you say it's just a shag - I gave you seven children, and now you give them all back!" wie kann man die Blues-Verzweiflung über undankbare Ehefrauen besser ausdrücken?

Die Tür war dann tatsächlich offen für zwei begeisternde Session Sets, verbunden durch Walter Schubert's Piano Blues&Boogie. Weitere Session Musiker:

  • Christoph Seinsch; Mike Kozack (d)
  • Michael Dierks, Walter Schubert (org/p)
  • Engin Ilgazli (g/v)
  • Frederik Schlenk (g)
  • Eduard (g)
  • Udo Marx (b)

(Klick auf den Clip links, um einen längeren Ausschnitt zu sehen).

DX

So war's im September

Red Dog

Früh kamen sie, um sich im Bistro häuslich einzurichten: Red Dog gastierten zum dritten Mal im Bistro, und nahmen die Sache sehr ernst. Florian Esch, Michael Hupperts, Constantin Krahmer, Vincet Goritzki, Jacek Moczulski und Gianni Legrottaglie waren heiß darauf, ihre neuen Songs nach Wermelskirchen zu bringen. Vincent sorgte für feedbackfreien druckvollen und transparenten Sound des Afro, Funk und Modern Jazz geprägten Programms. Weil der Soundcheck erst um 20:00 h zu ihrer Zufriedenheit erledigt war und sie noch keine der wunderbaren Currywürste gegessen hatten, war das Bistro überschaubar besetzt und wurde mit akustischem Blues-Piano von Michael solange unterhalten, bis sie satt waren.

Um halb neun starteten sie dann mit sanften aber unbekannten Sphärenklängen aus der Wunderkiste des Posaunisten Michael, die dann von der ungemein präzisen Rhythmusgruppe vereinnahmt wurden, um schließlich mit dem Gesamtarrangement in einem - passend zu den hochsommerlichen Temperaturen - lateinamerikanischen Rhytmus- und Melodienfeuerwerk der auf höchstem Niveau agierenden Solisten an Trompete, Posaune, Gitarre, Tasten (Hammond und Flügel) zu explodieren. Die sechs(!!) Stücke + Zugabe teilten das Bluespublikum in 'draußen'  ("die sind bestimmt richtig gut, aber meine Musik ist das nicht. Hat doch nix mit Blues zu tun. Die kommen aber bestimmt nicht zur Blues Night?") und 'drinnen' ("das ist ja einsame Spitze, diese Präzision, dieser Sound, dieser Rhythmus. Die müssen unbedingt auf der Bluesnight spielen...").

In der Tat: bei ihren letzten Auftritten hatten sie noch gekonnt interpretierte Bluesnummern (The Thrill Is Gone; The Bluest Blues) im Programm. Der 'Blues' war nun allerdings nur in Varianten vertreten, die in der Jazz-Session besser aufgehoben wären. Sei's drum, denen 'drinnen' hat's gefallen, die 'draußen' konnten hören, was passiert, wenn man mehr als 12 Takte und 3 Akkorde spielen kann.

Die Blueser können wir aber trösten: Im März spielte eine Blues Big-Band auf der Jazz-Session, das führte dort zu ähnlichen Reaktionen und wir freuen uns, dass 'Soul Full of Blues' unsere Session im März 2014 eröffnen werden! Und: die Jungs von Red Dog haben versprochen, auf der Blues Night auch Blues zu spielen!!! Und auf diese Sahneteilchen können sich auch die Blues Fans freuen!

Im Anschluss entspann sich dann auch keine Session, aber eine ordentliche Blues-Jam mit Stefan Neetenbeek, Michael Krautstein, Christoph Seinsch, Knut Reiter, Michael Dierks und den Red Dog Bläsern Florian und Michael. Ein aufregender Sommerabend ging kurz vor Mitternacht zu Ende. Mitschnitte stehen zum Download bereit, und Bilder gibt's auch.

DX

So war's im August

Open Blues Band

Nachdem YYME kurzfristig wg. der Erkrankung des Frontmanns Udo Lenz absagen mussten, sprang die Open Blues Band ein. Diese schnelle Lösung erwies sich als gute Wahl: die OBB - Markenzeichen: Chicago Blues im Vollsound Git/Harp/Hammond - hatte ihr Programm auf den Sommermonat eingestellt und begann mit lässig groovigen Stücken in moderater Lautstärke, deren Pegel sich am akustischen Flügel orientierte. Das Publikum im voll besetzten Bistro war sichtlich begeistert von der authentischen Performance und ließ sich willig mitnehmen bis hin zum 'Vollsound', der mit einer Slow Blues Zulage gekrönt wurde. Videos des Auftritts in Kürze auf Youtube.

Zur Session fanden sich Michael Krautstein (dr), Mike Kozack (dr), Tim Dierks (dr/voc) Fritz (Sax), Knut Reiter (bass), Uli Böhmke (harp) Anne Dierks (voc) zu mehreren Sets mit Jürgen Bringenberg, Manfred Kremers und Michael Dierks von der OBB zusammen, die dann zu später Stunde im Duo Anne und Michael Dierks (piano) mit einer einfühlsamen Version 'Georgia' abgeschlossen wurden.

Die laue Sommernacht tat ein Übriges, um diesen Bluesabend zu einem der Highlights dieses Jahres zu machen.

So war's im Juli

Die Vier vom Revier +1

Da lasse ich doch die Protagonisten selbst und einen Gast zu Wort kommen:

"Hallo Michael, 

wir sind alle gut wieder nach Hause gekommen, zufrieden und auch etwas müde. Es hat uns insgesamt sehr gut gefallen, die Gäste bezeichneten sich gemäß der Rückmeldungen hervorragend unterhalten, wasuns natürlich sehr erfreut hat.

Im Folgenden nun von mir einige Anmerkungen: Ich finde es interessant, daß auch beim gestrigen Ausweichtermin das Lokal gut besucht war, allerdings war es weitgehend frei von spielwilligen MuskerInnen. Einen extrovertierten Gitarristen hatten wir ja selbst mitgebracht, der Altsaxofonist gehört wie Du anscheinend zum Inventar, der Schlagzeuger war gut am Start, dem "Mundharmonika-Spieler" ist ein VHS-Kurs  bei Chris Kramer zu empfehlen und das war's dann schon. Mit einem anwesenden Gitarristen habe ich mich ermunternd unterhalten, leider hatte er keine Lust einzusteigen.

Du sagtest, daß die spielwilligen MusikerInnen in Wermelkirchen dauerhaft Mangelware sind und bleiben. Im Grunde sind die interessierten Gäste Dein Pfund, mit dem Du wuchern kannst. Die meisten Opener-Bands würden sicher auch gern länger spielen (da bin ich mir sicher).

Wenn also für den "Jam-Teil" bei Sichtung der spielwilligen MusikerInnen Ebbe herrschen sollte, könntest Du z.B. situationsadäquateine (im Prinzip variable) Zeitspanne für den Jam-Teil festlegen  und der Opener-Band sagen, wann sie wieder einsteigen soll. Dieserhätte es dann von vornherein klar, daß sie zum Ende hin (gibts eigentlich einen festen Schlußzeitpunkt ?)  ein weiteres Set von vorher variabler, aber abends zeitnah bestimmbarer Länge parat haben sollen. Mischformen sind natürlich auch möglich, indem die Opener-Band die Lücken füllt und auf der Bühne bleibt bzw. auf die Bühne kommt (so wie wir)."

Gast:

"Gestern war alles klasse....Musik, Stimmung - zumindest im Publikum..."

Dem kann man nicht viel hinzufügen, außer zu erwähnen, dass sich mit Christoph Seinsch am Schlagzeug, Antonio am Sax, einem unbekannten Gitarristen (s.o.) eine komplette Sessiontruppe zusammen fand, die das Publikum glänzend unterhielten:

http://www.youtube.com/watch?v=uj0Nmf4kaNY&feature=youtu.be

Die o.g. Vorschläge von Heinrich Bohrenkämper sind bereits seit Anfang 2013 umgesetzt und die Mitschnitte auch der Session sowie Bilder und Skizzen sind online.

 

So war's im Juni

Graf Yoster and The Blues Defilers

Wenn ein Doktor der Philosophie aus Bochum zur E-Gitarre greift und im Verein mit dem Organisator der Blues-Session an der Uni Bochum, dem Drummer Klaus Schröder, nach Wermelskirchen kommt, sollte das die Glühwürmchen im Juni zum Leuchten bringen. Bei dem legendären „Gentleman-Detektiv“ der 70er Jahre, Graf Yoster, und seinem Butler Johann entlieh sich die Gruppe ihren Namen: „Graf Yoster’s Blues Defilers“.

Klaus Kahnert ist seit mehr als 20 Jahren als gefragter Session- und Begleitmusiker der Ruhrgebiets-Blues-Szene Bands wie "3rd degree", "Big Maiks Blues Attack, "GL Bluesband" und "DC and the Cruisers“ und der erweiterten Auflage der Ruhrgebiets-Kult-Combo „Koslowski“ sowie der „Groove & Snoop Bluesband“, die das Bistro und die Blues Night 2010 gerockt haben. Mit ihnen arbeitet er auch in dem Projekt „A Story of Blues“ – einer abendfüllenden Reise durch die Geschichte des Blues mit dem Bochumer Kabarettisten Jochen Malmsheimer.

Gut, dass die Jungs erfahrene Session-Musiker sind: Organisator Michael Dierks war noch beruflich in England und kam erst um 20:45 h ins Bistro, früh genug, um den Hut zu füllen (danke ans Publikum!) und den letzten Teil des Defiler's Sets mitzuerleben - qualifiziert für die Blues Night!

Leider gibt's keine Bilder und keine Uploads, deswegen schaut Euch die Bilder vom Mai an - auch das Video von Walter und Michael 'Don't Wanna Go Home Boogie' ist recht kurzweilig.

So war's im April

Herr Markus und die Veteranen

Gitarrist und Sänger Markus Schnurpfeil hat hier ein Projekt auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann: mit den ausgezeichneten Begleitmusikern Heinz-Peter Mainz (Bass, Gesang) und Thomas Träbert (Schlagzeug) ließen sie es mit deutschem Bluesrock aus eigener Feder krachen. Es kommt nicht oft vor, dass über die mangelnde Sprachverständlichkeit beim Sound gemäkelt wird - aber wenn schon deutsch gesungen wird, möchten man die hörenswerten Texte auch verstehen. Eine echte Herausforderung an die Technik, die wir dann aber doch meistern konnten.

Das Zusammenspiel der drei war eine Wohltat, die Musik unterstrich die Texte mit Hang zum Ohrwurm bei manchen Songs - das Publikum war höchst zufrieden, und weil es nicht viele Session-Musiker gab, wurden auch noch die Zugaben gerne angenommen.

Die 'Session' begann etwas schwerfällig mit Reiner, der sich bei seiner Instrumental-Version von 'Hey Joe' mittels Effektgeräten selbst begleitete, bis sich dann Markus, Jörg, Walter und Michael zu einem netten Set zusammenfanden. Schön war's.

So war's im Maerz

Blue Sun Band

Die Verschiebung auf dem 3. Mittwoch des Monats hatten wohl doch nicht alle mitgekriegt, der Schneeeinbruch und die Dauerbaustellen der Rheinbrücken taten ein Übriges: seit langem hatte es nur wenig mehr als die Stammgäste ins Bistro verschlagen: ca. 50 Besucher freuten sich, dass Fabian Doles den Stau überstanden hatte und pünktlich um fünf vor acht  kam. Gekonnt brachten sie ihr Programm von eigenen Stücken und - ja - Hits der 80er und 90er Jahre. Fabian Doles zeigte seine Routine und Bühnenerfahrung, Vergleiche mit Mick Hucknall konnte man durchaus gelten lassen. Auch, wenn der Blues etwas zu kurz kam: das Publikum hatte einen schönen Abend, und Birgit freute sich hinter der Theke über die abwechslungsreiche Musik, die sie zum größten Teil mitsingen konnte, und über den unerwarteten Besuch vom kabellosen BSB-Bassmann.

An die Opener schloss sich eine sehr schöne Session an - leider schaltete sich der Recorder nach den ersten zwei Stücken ab (nein, das ist keine automatische Zensur, sondern der Akku...), und so blieben die anschließenden Improvisationen unter Beteiligung von Antonio, Dirk, Michael R., Michael D., Knut und Uli und den Musikern der BSB sehr schöne Momentaufnahmen einer beeindruckenden Blues-Session.

So war's im Februar

Detroit Rocks - electrified Rockabilly. Kommen die überhaupt? Um 19:20 h war noch nix zu sehen, keine der üblichen Telefonate oder Emails im Vorfeld "Wann sollen wir da sein? Was müssen wir mitbringen? Habt Ihr auch 'n Bass-Amp? Gibt's was zu trinken?" NICHTS von alledem. Die Open Blues Band (sollte nach der Opener Band die Session einleiten) hatte sich schon eingerichtet, da kam das Trio. "Geil: Schlagzeug, Bassamp, Gitarrenamp - alles da, wir brauchen ja gar nichts aufbauen!" Und so begannen Olli Spencer (vog, g), Tiptop Foster (b, voc) und Mr. Pape (d, voc) mit ihrem Set. Sauber, präzise, angenehmer Sound, überraschende Arrangements zwischen Rock 'n' Roll, Power Rock Elemente mit einer Prise Blues - das Publikum war begeistert und erkürte die Truppe zu heißen Kandidaten auf die Bluesnight.

Im Anschluss lieferte die Open Blues Band ein 30-minütiges Set, bevor die wenigen Session Musiker in die Truppe zur Open Stage integriert wurden. Alles in allem eine runde Sache, meinte auch die Presse. Und endlich gibt's auch mal ein Bild von der Pommes-Bude: Currywurst Pommes, extra scharf, mit Zwiebel, Qualität: Ruhrpott!

 

So war's im Januar

Stefan Neetenbeek kam mit üppigem Haar- und Bartwuchs und neuer Besetzung zur Eröffnung der Blues-Session im Bistro 2013: Martin Hombach am Schlagzeug und Matthias Kuhlgatz an der Orgel (+ Bass der linken Hand) unterstützten das bekannt melodiös und ausdrucksstarke Gitarrenspiel von Stefan, der das Programm überwiegend aus eigenen Stücken zusammengestellt hatte. Die noch neue Formation (im Bistro war es ihr erster gemeinsamer Auftritt) ließ manchmal merken, dass die Zusammensetzung noch ungewohnt war. Ein Bassist täte der Truppe gut und auch Matthias hätte sicher mehr aus den in Fülle vorhandenen Tasteninstrumenten herausgeholt, wäre er nicht mit der linken Hand am Bass gefesselt gewesen. Trotzdem brachte die Band mit ihrem Rhythm & Blues Programm und einem lang erwarteten Schlagzeugsolo von Martin das Publikum in Zugabenstimmung. Man darf von dieser Truppe noch einiges erwarten.

Im Anschluss weihte Walter Schubert den neuen alten Bechstein-Flügel mit Klängen ein, an die im Baujahr (1876) dieses Instruments sicher noch niemand gedacht hatte. Weil Franz Liszt seinerzeit mit Bechstein endlich ein Instrument zur Verfügung hatte, mit dem seine wahnwitzigen Werke umsetzbar waren, wird unser Exemplar vielleicht auch noch die nächsten 100 Jahre überstehen, wer weiß.

Engin Ilgazli (Gitarre, Voc), Anton Dydzik (Gitarre), Knut Reiter (Bass), Walter Schubert (Klavier), Michael Krautstein (drums), Michael Klein (Orgel) hatten sichtlich Spaß an der Session und lieferten ein ausgiebiges Set mit viel Raum für Improvisationen, die Engin souverän leitete. Michael Dierks und Michael Klein schlossen sich zum Abschluss zu einer verjazzten Keyboardunterhaltung unter Begleitung von Michael Krautstein und Knut Reiter zusammen, und für das Abschlussstück "Hard Times" war der Flügel genau das Richtige. Audiomitschnitte könnt Ihr gerne herunter laden, und es gibt sogar einen YouTube Clip, den Anton dankenswerter Weise hochgeladen hat.

Auch Rainer Kluth 'www.bluesbilder.de war's zufrieden, obwohl er keine Bilder geschossen hat. Dafür gibt's es Amateurbilder auf unserer neuen Bilderseite in der Galerie.

Pressebericht

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